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Fischland-Darss-Zingst Ferien-     wohnungen und Ferienhäuser in Ostseebad Wustrow finden

Fischland-Darss-Zingst

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Hermann-Löns-  

Str. 1  

18347  Ostseebad Wustrow

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Traditionen, Geschichte, Geografie,Verkehr, Persönlichkeiten, Naturschutz, in Ostseebad Wustrow auf dem Fischland

                                                           MV tut gut

Sehr geehrte Gäste,

zu jeder Jahreszeit ist die Ostseehalbinsel Fischland-Darss-Zingst eine Reise wert.

Die Landschaft ist einmalig mit ihren feinsandigen weiten Ostseestränden und  den Boddengewässern auf der anderen Seite. Sie finden hier noch weitgehend unverbaute Natur und typische Architektur der Seefahrer und Fischer.

 

Auf den Bodden gleiten die Zeesenboote mit ihren 5  braunen Segeln lautlos im Wind und Volksfeste bewahren die Tradition des Tonnenabschlagens.

 

Herzlich willkommen in Ostseebad Wustrow auf der Halbinsel

Fischland-Darss-Zingst.

 

Geografie und Verkehr

Wustrow liegt auf der Halbinsel Fischland an der beginnenden Verengung zwischen der Ostsee und dem Saaler Bodden. Als ehemalige Insel wurde das Fischland durch die bis ins 14. Jahrhundert schiffbaren Mündungsarme der Recknitz begrenzt: im Süden den Permin, im Norden den Loop.

Etwa 15 Kilometer südöstlich der Gemeinde befinden sich die Stadt Ribnitz-Damgarten und die B 105, etwa 40 Kilometer südwestlich liegt Rostock. Die A 19 ist über die Anschlussstelle Rostock-Ost (ca. 35 Kilometer) zu erreichen.

Geschichte

Name

Der Name Wustrow leitet sich aus dem Slawischen ab und bedeutet „Umflossener Ort“ bzw. „Ort auf der Insel“.[2]

Altertum und Mittelalter

Auf dem Gebiet des heutigen Fischlandes siedelte sich zur Zeit der Völkerwanderung der slawische Stamm der Wirzen an. Das Fischland war damals eine Insel, auf der auf einem künstlichen Hügel an der Stelle der heutigen Kirche ein slawisches Heiligtum errichtet wurde (siehe auch Svantovit). Der Ort hieß deshalb auch früher Swante Wustrow (heilige Insel).

Wustrow wurde erstmals 1235 in einer Schenkungsurkunde Papst Gregor IX. an das Zisterzienserkloster Dünamünde in Livland erwähnt. 1395 wurde der Permin südlich Wustrows im Auftrag von Hansestädten zugeschüttet, um dem Konkurrenten Ribnitz den Zugang zur Ostsee zu erschweren. Seitdem liegt Wustrow nicht mehr auf einer Insel. 1528 kam das Fischland und somit auch Wustrow in den Besitz des Ribnitzer Nonnenklosters, wechselte dann später in den so genannten Dominalbesitz, wurde also Eigentum des mecklenburgischen Herzogs.

1800 bis 1900

Die in Wustrow ansässigen Landwirte waren keine freien Bauern, sondern hatten ihre Hufen als Erblehen erhalten. Erst 1870 wurden sie Erbpächter und schließlich im Jahr 1919 Eigentümer der Ländereien. Stark geprägt wurde der Ort durch Fischerei und Seeschifffahrt. Der Fischreichtum der Region, insbesondere die Bestände an Hering, wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle. Selbst nach Sachsen wurde Räucherhering vom Fischland exportiert. Zur Blütezeit der Segelschifffahrt in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten etwa 240 Schiffe in Wustrow ihren Heimathafen. Die Schifffahrt forderte im Laufe der Zeit das Leben von circa 500 Bewohnern des Fischlandes, die von der See nicht zurückkamen. Die sich entwickelnde Motorschifffahrt beendete in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Segelschifffahrt als wichtigen Wirtschaftszweig in Wustrow und Umgebung.

1846 wurde in Wustrow die Großherzogliche Mecklenburgische Navigationsschule gegründet. Sie wurde später in Seefahrtsschule umbenannt und 1969 zur Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde-Wustrow ausgebaut, der ersten Hochschule für zivile Schiffsoffiziere und Kapitäne im deutschsprachigen Raum. 1992 wurde die Hochschule geschlossen und die Gebäude in der Folgezeit teilweise abgerissen.

 

Historisches Hochdielenhaus in Wustrow

1869 zerstörte ein Großfeuer in Wustrow 43 Büdnerhäuser und fünf Bauernhöfe. Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 brachte der Handelsschifffahrt erhebliche Störungen ein. Im Jahr 1872 gab es an den Küsten Mecklenburgs und Vorpommerns ein schweres Sturmhochwasser. Viele Häuser in Wustrow wurden zerstört. Zudem wurden große Teile der Dünen weggeschwemmt. Über den Durchbruch der Ostsee zum Bodden musste eine Notbrücke geschlagen werden. Als Reaktion auf diese Naturkatastrophe wurde ein neuer Deich errichtet. 1873 weihte der mecklenburgische Großherzog die anstelle der 1869 abgerissenen baufälligen Feldsteinkirche neu errichtete Backsteinkirche ein. Von 32.711 Talern Baukosten hatte er 30.671 selbst übernommen. Außerdem waren bis 1873 fast alle Schäden des großen Brandes beseitigt. Dies brachte größere und massivere Häuser mit sich und prägte so ebenfalls das neue Bild des Dorfes. Einige Bauernhöfe wurden nach außerhalb verlegt.

1880 wurde ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs gegründet. Dieser spielte in der Folgezeit eine zunehmend wichtige Rolle im örtlichen Wirtschaftsleben.

Neuere Zeit

 

 

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Wustrow und der Darß von den einmarschierenden sowjetischen Truppen erobert. Nach Kriegsende wurde Wustrow Teil der sowjetischen Besatzungszone und gehörte ab 1949 zur DDR.

Der Ortskern wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert. Die Seefahrtschule am Ortsrand wurde 1993 geschlossen; eine Umnutzung des Geländes erfolgte ab 2004. Neue Hotels und zahlreiche Ferienhäuser wurden errichtet und 1993 auch eine Seebrücke gebaut. Im Jahre 2000 beherbergte Wustrow ungefähr 36.000 Gäste.

Politik

Kreiszugehörigkeit

Von 1933 bis 1952 war Wustrow Teil des Landkreises Rostock, dann des Kreises Ribnitz-Damgarten. Von 1994 bis 2011 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Nordvorpommern, seit der Kreisgebietsreform 2011 zum Landkreis Vorpommern-Rügen.

Wappen

Das von Andreas Dietzel aus Ribnitz-Damgarten gestaltete Wappen wurde am 20. August 1997 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 134 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

 

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Wustrow (Fischland)

  • Die von 1870 bis 1873 errichtete Kirche erlaubt von ihrem Turm einen Rundumblick über das Fischland, den Saaler Bodden und die Ostsee. Der 18 Meter hohe Kirchturm war früher auch als Seezeichen von Bedeutung. Der freie Umgang um den Turm sollte den Seefahrtsschülern die Möglichkeit bieten, hier das Navigieren zu üben. Im Sommer finden in der Kirche regelmäßig Orgelkonzerte an der neuen großen Orgel statt.

  • Das Fischlandhaus ist ein ehemaliges Kapitänshaus, in dem heute Lesungen, Konzerte, Kabarett und ganzjährig wechselnde Ausstellungen zu ortsgeschichtlichen Themen oder von Werken von Künstlern der Region stattfinden. Das Gebäude entstand um 1800 als Büdnerei mit dem für den Bodden typischen reetgedeckten Krüppelwalmdach.[3] Der denkmalgeschützte Bau wurde zur 775-Jahr-Feier Wustrows im Jahr 2010 saniert. Die Schifferwiege in der Neuen Straße ist das älteste Haus der Gemeinde. Ihr Name leitet sich von einer Hebamme ab, die hier gewohnt haben soll und Kinder auf die Welt gebracht hat, die später als Kapitäne oder Steuerleute zur See fuhren.[4] Andere Quellen geben an, dass der Name auf einen gleichnamigen Roman von Carl von Bremen von 1935 zurückzuführen ist.[5] Unter Denkmalschutz steht auch das ehemalige Kaiserliche Postamt von 1895. Es wurde im Jahr 2001 nach der Einstellung des Postbetriebes saniert und ist seit 2003 Sitz der Touristeninformation.

  • Neben der Bäderstraße auf der Ostseeseite, bildet am Deich die Skulpturengruppe Das Tor zum Jahr 2000 von Künstlern der Region ein neues Wahrzeichen. 2008 wurde von der Gemeinde ein Kulturpfad Folgen Sie den blauen Steinen eingerichtet. Mit diesem Zeichen wurden sehenswerte Orte markiert, an denen Persönlichkeiten aus dem maritimen Leben, Kunst oder Kultur lebten und arbeiteten, die die Gemeinde prägten.[6]

  • Im denkmalgeschützten Ortsteil Barnstorf, der auf einer kleinen Halbinsel direkt am Saaler Bodden liegt, befinden sich einige Bauernhöfe mit den typischen niederdeutschen Hallenhäusern, die aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen. In einer der Scheunen, der Kunstscheune Barnstorf von Gabi und Peter Eymael, finden Ausstellungen von Arbeiten vorwiegend norddeutscher Künstler statt. Darunter befinden sich malerische Kunst, Plastiken, Skulpturen, Schmuck und Keramik.

  • Wustrow hat neben einem langen Ostseestrand auch einen Hafen am Saaler Bodden. Bekannt ist er vor allem für die Zeesenboote, ehemalige Fischerboote, markant durch die braune Farbe ihrer Segel.

  • Auf dem nordwestlich gelegenen Friedhof befinden sich die Gräber von Kapitänen und Künstlern wie beispielsweise Hedwig Woermann.

  • Im historischen Rettungsschuppen der DGzRS von 1812 ist das Seenotrettungsboot Barsch stationiert. Er liegt an der Strandstraße, an deren Ende sich eine Seebrücke aus dem Jahr 1993 befindet.

  • Die Wustrower Windkraftanlage von 1989 mit einer Rotorhöhe von 25 Metern ist ein technisches Denkmal.

Persönlichkeiten

  • Heinrich Hauser (1901–1955), Schriftsteller, Dokumentarfilmer und Fotograf, lebte und arbeitete von 1925 bis 1938 in Wustrow. Sein Roman „Brackwasser“, der mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis ausgezeichnet wurde, spielt in der Gemeinde.

  • Erich Theodor Holtz (1885–1956), Maler, lebte und arbeitete in Wustrow

  • Ernst Friedrich Schütz (1821–1880), von 1846 bis zu seinem Unfalltod der Erste Direktor der Großherzoglichen Mecklenburgischen Navigationsschule

  • Hedwig Holtz-Sommer (1901–1970), Malerin, lebte und arbeitete in Wustrow

  • Walter Homburg (1885–1977), Navigationslehrer und Autor, unterrichtete von 1911 bis 1945 an der Navigationsschule und engagierte sich gemeinsam mit Walter Steinfatt für die Neueröffnung der Schule nach dem Zweiten Weltkrieg; Autor des Standardwerks „Nautische Navigation“.

  • Ulrich Lettow (1865–1934), Fischlandarzt und Bodendenkmalpfleger, trug eine umfangreiche Sammlung steinzeitlicher Funde aus der Region zusammen

  • Walter Kramer (1902–1990), Goldschmied, Begründer des Fischlandschmucks

  • Johann Jaenichen (1873–1945), Bildhauer, lebte und arbeitete von 1919 bis 1945 in Wustrow

  • Dora Menzler (1874–1951), Gymnastiklehrerin, unterrichtete von 1920 bis 1931 in Wustrow

  • Nicolaus Permien (1792–1860), Gründer der Privaten Navigationsschule Wustrow von 1824/1825

  • Christian Johann Friedrich Peters (1822–1889), von 1840 bis 1884 Elementarlehrer an der Großherzoglichen Mecklenburgischen Navigationsschule und Autor der ersten historisch zusammenhängenden Darstellung des Fischlandes.

  • Gerhard Rose (1906–1978), Seefahrtschullehrer und Autor, unterrichtete von 1949 bis 1969 Nautik und Seemannschaft und ist Autor mehrerer Standardwerke in seinem Fachgebiet

  • Walter Steinfatt (1900–1988), Navigationslehrer, unterrichtete von 1931 bis 1945 an verschiedenen Seefahrtschulen und engagierte sich nach Kriegsende um die Wiedereröffnung der Wustrower Schifffahrtsschule

  • Gerhard Vetter (1918–1971), von 1956 bis 1967 als Aktfotograf in Wustrow tätig

  • Hedwig Jaenichen-Woermann (1879–1960), Malerin und Bildhauerin, lebte und arbeitete ab 1919 im Storchenhaus.

Söhne und Töchter der Gemeinde

 

  • Walther Koß (1904–1945), Redakteur, Archivpfleger und Heimatforscher

  • Hans-Helmut Klose (1916–2003), deutscher Marineoffizier, zuletzt Vizeadmiral der Bundesmarine und Stellvertreter des Befehlshabers der Flotte

  • Klaus Praefcke (1933–2013), Chemiker

  •  Fischland-Darss-Zingst

    Der Name Darß leitet sich vom altslawischen Wort dračĭ für Dornenstrauch ab und bedeutet also Dornort.[1]

    Lage und Beschaffenheit

     

    Düne im Naturschutzgebiet Darßer Ort

     

    Westküste des Darßes mit den charakteristischen Windflüchtern

     

    Nördliche Spitze des Darßes aus 600 m Höhe

     

    Küstenveränderung am Darßer Ort 1835–2007

    Der Darß schließt sich nordöstlich an das Fischland an und geht seinerseits im Osten in die Halbinsel Zingst über, die Grenze bildet hier der Prerower Strom. Im Norden wird er von der Ostsee und im Süden vom Saaler Bodden und vom Bodstedter Bodden begrenzt, die zur Darß-Zingster Boddenkette gehören. Der Darß hat eine Nord-Süd-Ausdehnung und eine West-Ost-Ausdehnung von jeweils zehn bis zwölf Kilometern und umfasst die Dörfer Born a. Darß, Prerow und Wieck. Der Ortsteil Ahrenshoop der Gemeinde Ahrenshoop gehört zum Vordarß, während die südlicheren Ortsteile Ahrenshoops, Althagen und Niehagen, zum Fischland gehören.

    Der größte Teil des Darßes ist von Wald bedeckt, dem 5800 ha großen Darßwald. An der Nordspitze des Darßes, am Darßer Ort, steht der gleichnamige Leuchtturm. Über die geologische Entwicklung sowie die Flora und Fauna des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft informiert die Nationalparkausstellung in Wieck a. Darß und das dem Leuchtturm Darßer Ort angegliederte Natureum als Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund. Dem Darßer Ort ist eine ausgedehnte Kette von Sandbänken in nordöstlicher Richtung vorgelagert. Der gesamte Bereich um den Darßer Ort sowie der Nordwestteil des Darßwaldes gehören zur Schutzzone I des Nationalparks und dürfen nur auf ausgeschilderten Wegen begangen werden. Auch der Rest des Waldgebietes ist Teil des Nationalparks.

    Geologie

    Der Darß war ursprünglich eine Insel, die aus einem eiszeitlichen Inselkern entstand. Er ist eine geologisch sehr junge Landschaft. Der Entstehungsprozess begann mit dem Ende der Weichseleiszeit vor zirka 12.000 Jahren. Diese hinterließ hier eine Jungmoränenlandschaft. Durch das abtauende Inlandeis hob sich das darunter liegende Land und die Senken wurden mit Wasser gefüllt, der Vorgänger der späteren Ostsee, der Ancylussee, entstand. So blieben nur noch die herausragenden Höhenrücken als Inseln bestehen. Die Großformen der Küsten im südlichen Bereich der Ostsee formten sich durch die Littorina-Transgression vor etwa 7.000 bis 2.500 Jahren. Vor zirka 5.000 Jahren erreichte der Meeresspiegel sein heutiges Niveau, die Kerne des heutigen Darß und Zingst wurden zu Inseln. Vor 4.500 Jahren wurde der Salzwasserzustrom aus der Nordsee stark eingeschränkt. Die Ostsee süßt seitdem langsam aus. Durch die Küstenerosion (Landabtragung, Verdriftung und Ablagerung) erlangten die damaligen Inseln im Laufe der Zeit ihre heutige Gestalt. Vor etwa 1.500 Jahren kam es durch die immer länger werdenden Nehrungen zur Abschnürung der dahinter liegenden Buchten, so dass die Darß-Zingster Boddenkette entstand. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Darß mit zeitweisen Unterbrechungen zur Halbinsel, als südlich und nördlich des Fischlands bis dahin bestehende Meeresarme geschlossen wurden. Im Jahr 1874 schließlich wurde der Prerower Strom zwischen dem Darß und dem Zingst künstlich geschlossen.

    Der Prozess der Landbildung geht im Osten der Halbinsel auch heute weiter. Noch heute kann man weit im Inneren des Darßes ehemalige Strandwälle in West-Ost-Richtung wahrnehmen. Am Darßer Ort befindet sich heute der Scheitelpunkt der für den Darß typischen dynamischen Küstenbildung: Südlich dieses Punktes wird Land vom Fischland und dem Darßer Weststrand abgetragen, nordöstlich wird Land angespült. Folgen dieser Veränderungen sind die ausgedehnten Sandstrände an der Nordküste des Darßes und der Halbinsel Zingst und eine permanente Entstehung neuen Landes am Darßer Ort. Am Weststrand des Darß befinden sich die sieben Meter über NN hohen Rehberge.

    Geschichte

    Historisch gehören Darß und Zingst zu Vorpommern. Der Darß grenzte mit dem Vordarß am südlichen Ende des heutigen Ortsteiles Ahrenshoop an Mecklenburg. Die Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg lag am Loop, der als Verbindung zwischen Ostsee und Saaler Bodden am heutigen Grenzweg noch bis ins Mittelalter den Darß zu einer Insel machte. 1392 oder 1393 zerstörten 1000 Mann aus Rostock, deren Patrizier vor allem ihre Handelsprivilegien durch einen Seehafen am Darß beeinträchtigt sahen, den Hafen von Ahrenshoop und "verdämmten" den Loop.[2] Damit wurde der Darß erstmals mit dem Fischland zur Halbinsel verbunden. Zwischenzeitlich gab es immer wieder Durchbrüche, die aber nicht lange Bestand hatten, so 1625 (Sturmflut), 1761 (künstliche Öffnung lt. Karte) und 1872/1874 (Sturmhochwasser). Der inzwischen versandete, 1872 und 1874 entstandene Strom wie auch der Grenzweg tragen noch heute diese Wegbezeichnungen im Ortsteil Ahrenshoop. Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zur Napoleonzeit war der Darß wie ganz Vorpommern schwedisch bzw. von 1715 bis 1720 für kurze Zeit dänisch. Die am ehemaligen Loop befindliche Grenze bestand lange Zeit nur aus einer Zollstation, durch die sich erst im 18. Jahrhundert der Ort zur Ansiedlung von Schiffern und Fischern sowie im 19. Jahrhundert zu dem Bade- und Pensionistenort Ahrenshoop entwickelte.

    1872 und schließlich endgültig 1874 wurden durch die Sturmhochwasser der Prerow-Strom mit seinen zwei Ausflussarmen erst zugespült und dann auch künstlich abgedichtet. Zwischen 1880 und 1920 wurden lt. den jeweiligen Messtischblättern massive Deiche und Vordünen angelegt. Damit war Zingst keine Insel mehr und die heutige Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wurde endgültig gebildet.

    Für kurze Zeit unterhielt die SS 1941 das KZ Darß-Wieck, ein Außenlager des KZ Neuengamme.

    Wald, Forst, Jagd und Naturschutz

    Auf dem Darß befand sich einer der berühmtesten sogenannten Urwälder des Deutschen Reiches. Er ist allerdings nicht als Urwald anzusehen, da er seit dem Mittelalter mit verschiedener Intensität forstlich genutzt wurde. Erst seit Gründung des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft wurde gemäß dem Nationalparkmotto „Natur Natur sein lassen“ zumindest in der Kernzone im Nordwesten des Darßwaldes die forstliche Nutzung beendet. Die Spuren der Waldnutzung sind in dem zu den größten zusammenhängenden Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns zählenden Darßwald allerdings auch heute noch deutlich ablesbar. Der Darßwald war ehemals ein Weidewald. Aus dieser Zeit sind die zahlreichen, zum Teil weit auseinander stehenden und skurril gewachsenen Weidbuchen übrig geblieben. Besonders von den dänischen und französischen Besatzern wurde im Darßwald Raubbau betrieben. Der kurzen dänischen Zeit beispielsweise fielen sämtliche alten Eiben zum Opfer. Sie dienten zur Innenraumvertäfelung der Schlösser Rosenborg und Amalienborg.

    Die zurückgelassene Heidelandschaft mit meist lockerem Baumbestand wurde von den preußischen Forstleuten schrittweise wieder aufgeforstet. Dabei kamen schnellwüchsige Nadelholzarten zum Einsatz. Die heute noch im Darßwald verbreitete Fichte, Europäische Lärche und Douglasie kommen dort aber von Natur aus nicht vor. Auch der Anteil, der heute von der Waldkiefer eingenommen wird, ist als zu hoch anzusehen. Natürliche Waldkiefernwälder bestehen auf den jüngeren Reffs, den ehemaligen Strandwällen, im Norden. In den Dünentälern, den Riegen, haben sich mittlerweile naturnahe Roterlen-Bruchwälder herausgebildet. Auf den älteren Reffs sind von Natur aus Rotbuchenwälder bodensaurer Standorte zu erwarten. Die natürliche Waldgrenze am Weststrand des Darß wird auch von der Roterle gebildet. Auffällig ist auch der starke Königsfarn-Bewuchs des Unterholzes im gesamten Darßwald.

    Ein weiteres Indiz für die intensive forstliche Nutzung sind die Harzlachten an vielen alten Kiefernstämmen. Sie wurden schräg in den Stamm geritzt, um Harz zu gewinnen. Auch zu DDR-Zeiten wurden damit Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen.

    Bis 1945 lebten im Darßwald in den 1930er Jahren angesiedelte Wisente. Hermann Göring und später Erich Honecker hielten hier Jagden ab. Bekannte Forstmänner, die auf dem Darß wirkten, waren Ferdinand von Raesfeld (von 1890 bis 1913) und Franz Mueller-Darß (1925 bis 1945). Eine Attraktion des Darßwaldes ist besonders zur Brunftzeit im Spätsommer und Herbst auch die starke Rotwild-Population.

    Tourismus und Wirtschaft

    Der Tourismus spielt auf dem Darß eine sehr große Rolle und ist der bedeutendste wirtschaftliche Faktor für diese Region. Den Großteil der touristischen Unterkunft bildet der Typ des Ferienhauses und der Ferienwohnung, oftmals in privater Hand. Weiteren großen Anteil am touristischen Angebot haben die Campingplätze inne. Es gibt nur ein größeres Hotel (Bernstein-Hotel in Prerow), mehrere mittlere und kleine Hotels und Pensionen. Die vier Orte auf dem Darß sind alle Kurorte, daher auch berechtigt, Kurtaxe von den Besuchern einzuziehen. Die Kurtaxe ist neben den gewerbesteuerlichen Einnahmen die zweite große Einnahmequelle der Gemeinden.

    Der Darß ist mit der Usedomer Bäderbahn zu erreichen. Diese fährt im Zwei-Stunden-Takt von Stralsund über Velgast, Saatel und Kenz nach Barth, von wo aus Busse auf die Halbinsel fahren. Eine Wiederinbetriebnahme der Darßbahn bis Prerow ist geplant.

    Die westliche Abbruchkante mit den Windflüchtern (Weststrand) und die feinsandigen Strände von Prerow (Nordstrand) werden gerne besucht. Ein Anlaufpunkt ist auch der Leuchtturm am Darßer Ort mit dem Informationszentrum Natureum des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Der weitläufige Darßwald ist für motorisierten Verkehr gesperrt und am besten mit Fahrrädern zu erschließen, die in den Ferienorten auch ausgeliehen werden können. Ein Wanderweg führt am Weststrand entlang. Ein Rundwanderweg führt zum Teil auf Holzbohlen über Kiefernwald, Schilfgebiete und Dünen durch die jüngeren Anlandungsgebiete am Darßer Ort. Zwei massive Eichenbohlentürme ermöglichen auch die Beobachtung von Zugvögeln in den vorgelagerten Strandseen sowie von Schwarz- und Rotwild. Seit dem 2. Mai 2011 ist 16 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß der erste deutsche Offshore-Windpark Baltic 1 in Betrieb.

     

 

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